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gemalte Bilder als Leporello des Paragone-Projektes,
... von Malern, gemalter Malerei
+ konzeptionellen Kuenstlern
Vorweggenommen sei, daß es sich hier und heute nicht um die Fortsetzung des Paragone (einen wertenden Vergleich der aesthetischen und sozialen Modelle in der Renaissance) handelt.
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... Top ...
Zeitgenoessische Malerei? ... Netzkunst, Netzkritik, Projekte im Internet ... guckstduhier:
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Am Ende der Dotcom-Aera sehen viele Beobachter auch die Internet-Kunst tief in der Krise – der nachfolgende Text blickt auf die sogenannte net.art zurueck und zeigt den Uebertrag zur bzw. die Unvereinbarkeit mit der Bildenden Kunst auf.
Nach einem Essay ueber Absturzkuenstler
in der Zeit Nr. 49 / 2002
verlassen viele InternetKuenstler ihren Wohnsitz im Netz und versuchen sich auf
Wegen der traditionellen Kunst: "Heath Bunting ueberschreitet Grenzen,
und das im woertlichen Sinne. Seit einem Jahr passiert der britische Kuenstler
die innereuropaeischen Grenzen ohne Genehmigung und ohne Papiere (…) Ein
Kuenstler, der seit 1994 mit dem Internet arbeitet, gibt so ploetzlich einen
der zentralen Vorteile dieses Mediums auf: dass die Arbeiten, die er online
produziert hat, jederzeit und ueberall von jedem vernetzten Computer aus
zugaenglich sind. (…) Aber seine neue Arbeit ist auch Zeichen einer
Desillusionierung: Er ist enttaeuscht von den Moeglichkeiten, die das
Internet bildenden Kuenstlern bietet. Und er ist nicht der Einzige, der dem
Netz als kuenstlerischem Medium inzwischen skeptisch gegenuebersteht. Auch um
andere Kuenstler, die zusammen mit ihm ihre Karriere im Internet gestartet
haben, ist es still geworden."
Inzwischen ist sich auch der slowenische Netzkuenstler Vuk Cosic
sicher: "Auch wenn wir frueher das Gegenteil behauptet haben, glaube ich heute,
dass die Kunstwelt unser vorbestimmtes Ziel ist." Internet-Insider und Verfasser des
Kunstabsturzes ist Tilman Baumgaertel:
"Der Crash des Internet-Marktes seit 1999 duerfte seinen Teil zum derzeit
fehlenden Interesse an Netzkunst beigetragen haben: Obwohl die
Internet-Kuenstler den Auswuechsen der New Economy kritisch bis ablehnend
gegenueberstanden, werden sie nun zu Opfern des Backlashs gegen das
Internet in den letzten drei Jahren." Vielleicht koennte man hier auf die
enttaeuschenden Moeglichkeiten, die das Internet bildenden Kuenstlern bietet,
zurueckkommen und versuchen, sie aus kunstwissenschaftlicher bzw.
medientheoretischer Sicht zu formulieren: Fast ein Jahrzehnt lang konnten sich
die Propagandisten sogenannter Internet-Kunst auf politische Motivation,
informatorische Agressivitaet, verkuerzte Interaktivitaet und kleinkriminelle
Attacken Ihrer Aktivisten im Netz verlassen. Mit dem code net.art war die Sache
auf den Punkt gebracht und zu Kunst gemacht. Nun steckt, nach dem Ende der Dotcom-Aera, auch die Internet-Kunst tief in
der Krise. Die Artisten, Artisanen und Wortfuehrer des Internet
wollen darauf hin ihrer selbstgestrickten net.art-ideologie entkommen und
versuchen einen Uebertrag auf das abgesteckte
Feld der bildenden Kunst. Damit konnte man im eigentlichen schon vor der
Zeit rechnen. Aber nicht in Folge des NewMarket-BoersenCrashs, sondern aufgrund
mangelnder Offenheit und Unbegrenztheit der Netzkunst. Kunst, auch im Kontext
Internet, hat nicht selbstreglementierenden Manifesten à la America, Blank,
Baumgaertel, Bookchin, Shulgin (…) zu folgen. Das klingt pathetisch: Kunst
bleibt frei, auch wenn sie ein Medium zum kuenstlerischen Material macht,
sonst vertrocknet sie an ihrer gutgemeinten Bestimmung. Net.art ist - oder
war? - ein anerkannter Markenartikler. Nicht erst, seitdem Baumgaertel sein Buch so genannt hat
(99) oder Josephine Bosma sich in den kleinen Punkt zwischen nett und
artig verliebte: "I like the term 'net.art', especially because of that
little dot in it" (97). Unter dem Label Net.art arbeiten Kuenstler mit und
ohne Netz im Internet: Netzkuenstler, bildende Kuenstler, Net.artists aber auch
Aktivisten, die dich anherrschen: "Mann, was ist denn Kunst? (...)
Vergiss es!" So jedenfalls Jodi in einem Interview. Dabei ist die
Frage Schnee von gestern. Joachim Blank hat sie in seinem Aufsatz (96)
beantwortet: What is
netart ;-) ? Natalie Bookchin,
Alexei Shulgin haben ihr Manifest: Introduction
to net.art im Netz ausgelegt, das klugerweise mit einem Utopian
Appendix: "After net.art" versehen ist (99). Egal ob sie sich auf
Joseph Kosuth's "Art after Philosophy" (69) bezogen haben oder
nicht. Unmutige Kunsthistoriker, unlustige Medienwissenschaftler nehmen die
Artivisten im Netz nicht ernsthaft zur Kenntnis, denn sie wissen: "etwas
ist Kunst oder eben keine Kunst". Unter diesem Paradigma werden die
derzeitigen Netzkuenstler wohl auch (... in einer fernen Zukunft) eingeordnet
und/oder eingeebnet. Mir selbst ist nicht bekannt, was
sogenannte Net.art sein sollte. Kunst laesst sich nicht so einfach ausdeuten
oder eingrenzend spezifizieren. Vielleicht koennte eine richtig gestellte Frage
helfen: was ist das, was das ist ;-) Net.art ? Fragt man, wie Isabelle Graw es auf NetzKunst bezieht, ... "nach einem Aequivalent zum
Moment des Irreduziblen in der Kunst, der Idee des nicht sofort in Sinn
aufgehenden Ueberschusses, sucht man (...) vergeblich", denn
"Hypertext ist noch kein Garant fuer Rhizomatik und Sinnverfluessigung"; Texte zur Kunst. Aus der Sicht der
Bildenden Kunst ist das, was von der NetzKunst bleibt, oft zu anekdotenhaft, zu
pragmatisch, zu sehr auf den Punkt gebracht, zu deutlich fuer die Sparte
net.art produziert, zu wenig auf Offenheit und Interpretation in bezug auf die
Gesamtheit von Kunst + Kultur angelegt. Diese Einsicht teilen aber die
wenigsten Sprecher bzw. Institutionen, die net.art definieren, vertreten oder
eine website fuer ihre Favoriten eingerichtet haben. Um sich ein eigenes Bild
von Kunst im Netz zu machen, bedarf es an Interesse und Ausdauer, denn das
verzweigte System der links im Internet hat schon so manchen Surfer von seinem
eigentlichen Vorhaben abgebracht. Darum hier nur eine site, von der man die
rechten links erwartet: Google NetArt Es waere problematisch, die
netzkuenstlerischen Anstrengungen, die nicht im Hinblick auf die Moderne
(Konzeptionalitaet, Kontextualitaet, ...) angelegt sind, falsifikativ
auszuschliessen, denn die substantielle Bedeutung von Kunst/Moderne liegt auch
beim Uebertrag ins Netz in ihrer Erneuerung auf sogenannt ausserkuenstlerischen
Feldern Werbung (Toscani / Benetton),
Musik-Clips (Kraftwerk, Pet Shop Boys,
Bjoerk, Yellow), Fernsehen (Schmidt,
Schneider, Ulmen, Stuckrad-Barre), Netz (CCC, jodi, etoy, rtmark). Damit sind die kuenstlerischen Methoden
veraendert. Sie sind als ausdrueckliche Strategien der Beobachtung der
Beobachter von Kunst und Gesellschaft zu verstehen. Wesentlicher als der
materielle Abzug des Kunstwerkes an der Galeriewand oder der virtuelle Ansatz
eines InternetProjektes, ist die kuenstlerische Haltung ausserhalb der
Ideologien der Institutionen Kunst oder Netz anzusehen. In der Spezifikationphase eines
(technischen) Mediums beziehen sich die kuenstlerischen Anstrengungen auf die
Moeglichkeiten des zu erforschenden Mediums und oft sind sie gleichzeitig gegen
die vermeintlichen Machthaber des medialen Systems gerichtet. Bei der
partisanenhaften Eroberung des Netzes, fuehrten die AngriffsStrategien
letztlich dazu, dass das System der oekonomischen Nutzung strukturell
verbessert und augenblicklich abgedichtet wurde, so wie die HackingAttacke des
Chaos‑Computer‑Clubs bei der Deutschen Bank zeigte. Hier wird
deutlich, dass subversive Herangehensweisen nur SekundenKunst entstehen
lassen. Die politische Korrektheit der NetzKunst, die sich mit der notwendigen
Spezifizierung des Mediums Internet eingestellt hat, ist vom Verschwinden
bedroht. Dies sollte hier aber nicht als Problem aufscheinen, da die meisten
klein- oder quasi-kriminellen Art-Unternehmungen ueberkommenen revolutionaeren
Ideen verhaftet bleiben werden. Aber wem ist geholfen, wenn - nur
zum Beispiel - die manifestierten Vorgaben von Bookchin + Shulgin abgearbeitet
werden? Unter der heraufbeschworenen Maxime: "The practical death of
the author" verfolge ich die Stichworte: "Chose Mode =
Activist", "Parasitism as Strategy: 7. Be sincere. 8. Shock. 9. Subvert (self and others)" … ich lasse mich
belehren, ernsthaft Punkt fuer Punkt; dann lese ich noch einmal laut,
spreche ich die Thesen aus: ... alles ironisch ;-) ? gemeint. Sechs Prinzipien hat Tilman Baumgaertel dem sozialen Anstand oder
dem Gelingen von Netzkunstwerken zugrunde gelegt: "Konnektivitaet,
Globalitaet, Multimedialitaet, Immaterialitaet, Interaktivitaet und Egalitaet",
nun (...) wenn ich alle meine Sinne zusammennehme, kann ich die Kunst der
Moderne (also seit der franzoesischen Revolution) ziemlich locker ueber diese
Kriterien springen lassen. Stefan Krempl meinte aufgeschlossener Weise sogar:
sie, die Prinzipien, treffen "auf so ziemlich jede Website zu". Man
koennte z. B. auch die Meinung gelten lassen, dass "Buecher immer noch die
besseren Hypertexte sind", denn gedankliche Querverweise und
Fussnoten erlauben schon lange den globalen Diskurs, nicht nur der Dichter und
Denker. Oder anders und Watzlawick weitergedacht, koennte ich behaupten,
dass ich oder mein Gegenueber (Subjekt oder Objekt) sowieso nicht nicht
interaktiv sind. Die Spezifikation des Netzes, die ohne Zweifel
einer Kunst im Netz zugrundeliegt, ist nicht selbst eine Kunst. Unter
medientheoretischen Aspekten steht die Kunst darum heute
erwartungsvoll am Ende der
Klassifizierung des Mediums Internet. Die Malerei hat mit der Erfindung
der Fotografie ihre eigenen spezifischen Ausdrucksmittel und
Abstraktionsformen herausgebildet. Der Druck nachfolgender Medien verwirft und
verschiebt immer den gesamten Medienverbund. Wie also veraendert sich
Fotografie, Audio, Video und Fernsehen als Kunst, wenn wir deren schon
moegliche Digitalisierung einbeziehen? Vielleicht bleibt uns von der
materiellen fotografischen Abbildfunktion, von dem fotografischen Bild, von dem
perspektivischen Weltbild nur die daraus entstandene heutzutage
vorherrschende Weltanschauung. Hinter der Spezifitaet des Netzes verbirgt sich
ein Rechner, ein Computer: die Universelle Maschine. Sie ist kein
Werkzeug und kein Denkzeug, sie ist, wenn man so will, ein Simulationszeug. Mit
dieser Veranlagung zur Simulation (der Simulation), ist das wwweb wie alle
technischen Kommunikationsmedien grundiert. Auf Grund der Universalitaet des
Computers, die auch als Spezifik des Unspezifischen beschrieben werden kann,
ist nicht die Frage zu stellen, ob seine Spezifik in Bild-, Ton-, Text- oder
einer anderen Verarbeitung liegen koennte. Der Vorteil ist, dass prinzipiell
alles im Computer gehandhabt werden kann. Diese un.Spezifik kann in der
Moeglichkeit der Verknuepfung unterschiedlichster Medien gesehen werden - und
in der Moeglichkeit diese Moeglichkeiten iterativ weiterzudenken. Der Computer,
der in seiner un.Spezifik dem Netz und damit auch der net.art
zugrunde liegt, ist das.Medium. So gesehen ist auch keine spezifische (an
aesthetische Bedingtheiten gebundene) Computer-
oder Internet-Kunst zu denken. Sie
ist von wissenschaflichen Diagrammen, journalistischen Aufmachern, gutem Design
ebenso wenig zu trennen oder zu unterscheiden, wie von privatistischen Erguessen
oder grundlos angerichtetem Kitsch. Entscheidend ist hier der konzeptionelle
Ansatz in Uebereinstimmung mit der Haltung des Kuenstlers oder einer
beliebig privaten Person. Indem man diese un.Spezifik
des Computers auf das Netz uebertraegt, erschliesst sich ein unbegrenztes Feld.
Hier kann jede bedeutungsfreie oder verantwortungslose Person private
Simulationen auf den schwankenden Grundlagen des Netzes befestigen, aus dem
"so-tun-als-ob-Bereich" herausheben und institutionalisieren. In
dieser Ueberpruefungsphase des Mediums Internet, liegen die
ueberkommenen kuenstlerischen Verfahren der "ver-Wendung" des
Materials auf der Hand. Und in der Tat werden heute Aesthetik, Kommunikation,
Hardware, Software, Interfaces und das System selbst vom Kopf auf die Fuesse
gestellt. Oder etwa umgekehrt, weil auch diese Moeglichkeit im Programm des
Computers vorgesehen ist? Aktivisten im Netz spielen Ueberraschung: poppende
Fenster, verrutschende Buttons, ueberlagerte Texte, warnende Alert-Felder. Nun
gut, wir wissen ja: alles ist moeglich. Der
Browser spielt verrueckt. Die ungebetenen
Gaeste kennen kein Escape, kein Alt-F4, kein Befehlstaste-Punkt. Don't touch a running system? Um nach
Hause zu kommen, lasse ich den Computer mal selbst abstuerzen. Trotzdem: es
gibt keine schlechte oder gute Kunst - und: all diese herzigen
Attacken sieht man ja nur einmal, dann hat man sie gesehen. Kunst ist Kunst
oder eben nicht. Wenn nun so manches im Netz keine Kunst waere, obwohl der
Aktivist dem Manifest gefolgt, den Prinzipien treu ergeben gewesen ist ;-) ? -
dann war es wohl moeglich die not.wendige Arbeit an der globalen Einheit
Kultur. Tilman Baumgaertel hatte den vom
ihm propagierten Anspruch rechtzeitig unter dem Titel net.art zusammengefasst, die Materialien zur Netzkunst sind im Verlag
fuer moderne Kunst Nuernberg als Buch erschienen. Seine Methode kennzeichnete
er als Oral History und versuchte sich als Autor so weit wie moeglich
verschwinden zu lassen. Interviews, die er mit den Kuenstlern gefuehrt hat,
liegen als theoretisches Material vor. Dieser kuenstlertheoretische Aspekt,
indem Kuenstler ueber die Entwicklung ihrer Arbeiten Auskunft geben, stellt
deren Ansaetze unter eine Selbstbeleuchtung, die man in einem kunst- oder
medienwissenschaftlichen Diskurs so nicht installieren koennte. Baumgaertels
eigene Sicht und Vorgaben in bezug auf Netzkunst verweisen u.a. auf die
kunstgeschichtlich umstrittene Autoritaet Clement Greenbergs, der die
amerikanischen Expressionisten innerhalb der spezifischen Bestimmungen des
Mediums Malerei (zu recht) als wahre Kuenstler guter Werke formierte. Das war
in der Zeit angebracht. Vergesssen aber sollten wir nicht, dass vor allem das
Medium Fotografie (seit ~1835) diesen Wirkungsdruck auf die Vormacht der Malerei
ausuebte und sie so mit dem Auftrag zur Selbstdefinition erpresste.
Unverstaendlich erschien damals, dass Baumgaertel die kunstgeschichtlichen
Entwicklung, wie sie sich z.B. in der Nachfolge Duchamps formuliert,
nicht deutlich gemacht hat. Diese Tendenz der ehemaligen Gegenwartskunst ist -
in bezug auf das Medium Internet - geradezu unumgaenglich. An Beuys, Warhol,
Kosuth, Weiner, Sturtevant, General Idea u.a. liesse sich der Uebergang von der
Konzeptkunst (als Stilrichtung) zu konzeptionellen Arbeiten in der Kunst
(als etwas Strukturelles) - in bezug auf das Netz - ausgezeichnet darstellen
und diskutieren, siehe auch scrollheim.de Teilt man diese Ansicht, diese Art
und Weise der Betrachtung und Annahme von Kunst, Netz und ihren transparenten
Oberflaechen, wird man die ueberkommenen Spezifik-Verweise der Netzartisten
und Aktivisten eher als Stolpersteine aus dem Weg haben wollen. Dass sich diese
Sicht und Sinnverweise als Steigbuegelhalter fuer ein Aufsteigen der Netzkunst
auf den kunstspezifisch breiten Ruecken der Kunst herausstellen
koennten, daran will man vorerst nicht denken. Da kommt der Liga der bildenden
Kunst ein Vermittler als ein Wortfuehrer der Netzkunst entgegen: Alexej Shulgin wies auf den Punkt
zwischen net und art hin, durch den der hehre Kunstanspruch gebrochen und Netzkunst
auf Dateiname zurechtgestutzt sei. Moeglich ist aber auch, dass nach dem Punkt der Satz zu Ende ist.
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Zeit geht nicht vorbei
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quasiphilosophische Betrachtung / Maeerz 2003 / pd
• erstens bin ich als Mensch Autodidakt,
• Lebenslauf in Stichworten ...
Top ... weitere Internet-Sites und Informationen der Redaktion Scrollheim:
... zu den
Arbeiten aus 2004 / 06 (...)
dem Wettstreit zwischen den spezifisch / ideologisch besetzten Medien ... alle Bilder 210 x 130 cm od. 210 x 170 cm
Peter Dimke © / pd / Acryl, Oel, Dispersion, Mischtechnik und / oder Collage auf Leinwand
... vgl.dimke org
new ...
sehen Sie hier die theoretische Mobilmachung zur Ergreifung der Malerei als konzeptionelles Mittel und weiter unten eine
kurze Biografie ...
go: ...
Leonardo da Vinci lag mit seiner Kunsttheorie, einem Hierachisierungsversuch der Medien (Malerei vor Skulptur), im Streit mit Michelangelo. Dieser Disput wurde von Lessing durch eine zeichentheoretisch ausgewiesene Spezifikationsbestimmung der Medien und den daraus hervorgehenden unterschiedlichen Anspruechen beendet.
Der heutige Vergleich, der hier als gemalter Paragone kuenstlerpraktisch und kuenstlertheoretisch diskutiert wird, handelt von Malern, gemalter Malerei und Kuenstlern, die konzeptionell und projekthaft vorgehen.
Das Kompendium, das als acrylic history on canvas begann, ist nicht als Faelschungen oder Plagiate der Werke einzelner Kuenstler der Moderne angelegt, sondern die Epochen oder Stilauspraegungen werden in neuen Arbeiten zusammengelegt. Das konzeptionelle Projekt dient der Vermittlung von Kunst aus der Kunst heraus.
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... weitere Bilder sehen Sie hier: vgl.dimke org
new ...
go: ... warum nun gemalte Malerei? ... Rueckblick oder Nachruf auf sieben Jahre Internet-Kunst / pd
go: ... Zeit geht nicht vorbei ... noch ein schoener Text zur Fotografie / pd
go: ... Peter Dimke ... eine kurze Autobiografie oder ein absurder Blick zurueck / pd
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... Abb: NN ...
Rueckblick oder Nachruf ...
auf sieben Jahre Internet-Kunst ? Maeerz 2003 / pd
... Top ...
Kuenstlertheoretisches ... zu einem fotografischen Panorama / Foto: Lap Wing Yip
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... Abb: Lap Wing Yip ...
Zeit geht nicht vorbei
Betrachtung einer analogen Fotografie von Peter Dimke:
Vor uns liegt ein Panorama. Es ist aus zwei Farbfotografien zusammengesetzt. Die Motivation scheint privater Natur. Die Aufnahme koennte fuer ein Fotoalbum gemacht sein. Die Vergroeßerung von 90 x 30,5 cm erzeugt aber eine Praesenz, die die gewohnte Privatheit ueberwaeltigt. Die Farbabzuege sind von guter Qualitaet, der Himmel ist strahlend blau, die Gesichtsfarbigkeit der aufgenommenen Personen erscheinen natuerlich, die Betonplatten, auf denen diese stehen, sind neutralgrau. Es ist die Aussichtsplattform vor einem Alpenmassiv, das seine Maechtigkeit durch die einbezogene Luftperspektive verliert. Der Berg rechts im Bild dicht hinter dem Plateau ist fast gaenzlich begruent, und oben vom Kreuz fuehrt ein Weg, auf dem einige Wanderer zu erkennen sind, diagonal nach unten. Der Weg hat eine parallele Entsprechung in einem Kondenzstreifen, der den Berggipfel gerade noch beruehrt und das Bergkreuz, das einer Fernsehantenne gleicht, vom Berg selbst zu trennen scheint. Vor diesem Gruen stehen ein paar rotweißkariert gedeckte Tische.
Ein Mann fotografiert seine Begleiterin vor der enormen Kulisse.
Ganz rechts und ganz vorn geht die einzige juengere Frau aus dem Bild, ihr Gesicht ist nicht mehr zu sehen, aber ihre dralle Leiblichkeit, ein roter Button und ein glaenzender Ring lenken Aufmerksamkeit auf sie.
Links im Vordergrund steht ein Paar, die Frau ist im Profil getroffen, sie stuetzt sich auf die hoelzerne verwitterte Einfriedung und schaut selbstsicher in die Ferne, der Mann hat graue Haare, wir sehen ihn nur von hinten.
Direkt im Schnitt der beiden Fotografien haelt sich eine Frau auf. Sie ist zweimal im Bild, einmal bewegt sie sich aus dem linken heraus, ihre Konturen sind verwischt, das andere Mal, im rechten, steht sie still, stuetzt sich auf ihren Stock. Sie schaut dem fotografierenden Paar im Hintergrund zu und symbolisiert, wenn man so will, die populaere Beschreibung von Zeit als eine vorbeigehende und eine festgehaltene Zeit. Zwischen dem Paar ganz links und dieser Frau steht eine aeltere Dame, auch sie stuetzt sich auf ihren Stock, hat eine Sonnenbrille auf und schaut als einzige Person in die Kamera. Sie weiß, daß sie mit den anderen im Bild festgehalten wird und nimmt das mit einiger Gelassenheit hin. Etwas weiter hinter ihr, so koennte man vermuten, steht noch jemand, von dem wir nur einen Teil seines Koerperschattens sehen und auf den ein Mann, der mit kurzer Hose bekleidet ist, mit seiner Stockspitze zeigt, den also die aeltere Dame zu verdecken scheint.
Diese Szene stellt sich, je laenger und genauer man sie betrachtet, immer absurder dar, und sie laeßt weitere Schluesse und Folgerungen zu, von denen wir hier nur dies vorschlagen:
Die Zeit geht nicht vorbei, sie ist auch nicht festzuhalten, wie etwa die zweifach betroffene Frau in der Mitte symbolisieren koennte.
Die Zeit steht auch nicht still, und man kann sie auch nicht durchschreiten.
Die Zeit ist, so man sie ueberhaupt annimmt, mit dem Raum verknuepft, in dem man in der Gegenwart steht, was bedeutet, daß man sich selbst vergegenwaertigen muß, um in der Zeit zu stehen, oder um die Zeit bestehen zu koennen.
Die Zeit kommt also nicht aus der Vergangenheit, und man kann nicht mit der Zeit gehen, weil die Zeit eben nicht aus der Vergangenheit in die Zukunft fließt.
Die Zeit stroemt aus der Zukunft auf uns ein, und wir bestehen die Zeit, indem wir spueren, wie uns die Zeit als Gegenwart beruehrt und im selben Moment hinter uns zusammenschlaegt und in der Vergangenheit verschwindet.
Die Leiblichkeit der Frau rechts koennte ein Sinnbild fuer Gegenwart sein, ihr Gesicht waere dann auf Zukunft gerichtet, gegen die Zeit, und hinter sich ließe sie die Vergangenheit, ganz im Sinne einer vergangenen Gegenwart einfach nur sein.
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autobiografisches ... guckstduhier:
Peter Dimke (...)
ist in der Zeit seiner Lehrtaetigkeit an den Hochschulen fuer Bildende Kuenste in Braunschweig und Hamburg, zum "Kuenstler ohne Werk" avanciert,
ohne, daß damit sein konzeptioneller Ansatz anerkannt, bzw. daß er so einzuordnen waere.
Nun, mehr als ein Jahrzehnt danach, hat er in zwei Jahren ein malerisches Euvre geschaffen und vorgelegt,
das ihn nicht mehr "werklos" erscheinen lassen kann.
Dabei ist er nicht von seinem konzeptionellen Vorgehen abgekommen und sieht sich auch heute nicht als Maler,
sondern weiterhin als ein konzeptioneller Kuenstler.
... Abb: Hans-Peter Karl Dimke ... vgl. Peter + Dimke ... Biografisches geht nicht vorbei
zu meiner Person moechte ich vorab nur drei Dinge sagen:
• zweitens bin ich als Fotograf, Journalist und Teilzeitprofessor bereits bekannt,
• drittens weiß ich nicht, ob deutlich ist, daß ich als bildender Kuenstler in unterschiedlichsten Bereichen der Kunst gearbeitet habe: Zeichnung, Malerei, Installation, Performance, KuenstlerTheorie, Foto, Text, Buch, Zeitschrift. Die sogenannten Neuen Medien: Video, TV-Sendung, Computer, CD-ROM habe ich untersucht und nutze sie nun mehr als reine Kommunikationsmittel.
Ich leite ein kleines privates Institut fuer KunstForschung, einen gemeinnuetzigen Verein sowie die Redaktion Scrollheim.
• *1941, Mittlere Reife, Radio- und Fernsehtechniker,
• Rockmusiker u.a. im Starclub Hamburg,
• Studium der VK + Freien Kunst HfBK Hamburg,
• auch befreundet mit Martin Kippenberger,
• ab 1972 freier Fotograf in Hamburg, Teldec (Cover)
• 1978 Stern (Titel) Nr.27, Spiegel (Titel) Nr.12
• 1980, Zeitmagazin (Serie), Lintas, TUI (Werbung)
• ab 1984 als Kuenstler, Kunsttheoretiker + Autor,
• Vertretungsprofessor HbK Braunschweig,
• auch befreundet mit Vilém Flusser,
• Redaktion Scrollheim / Hrsg.
• Institut fuer KunstForschung / Leitung,
• 1994 Promotion zum Dr. phil,
• Teilzeitprofessor HfBK Hamburg,
• 1998 Heirat mit Dr. Ana Dimke,
• seitdem Sohn Peter Paul + Mittelschnauzer Reinhold,
• KunstForschung e.V. / ehrenamtlich,
• 2004 / 2005 malt 96 Bilder: „Der Gemalte Paragone“,
• eine Bilderschlange von 150 m Laenge 2,10 m Hoehe
Top ... alle Rechte vorbehalten:
Dr. Peter Dimke / © ...
Presse, Galeristen, Sammler und Interessenten
... mailto:
scrollheim
+ kunstforschung
+ panorama
+ duchamp
+ general idea
+ skulptur
+ making of
+ shock
+ vgl.dimke org